Sie sind hier:

Geburtsvorbereitung

Ablauf einer Geburt

Interventionen - ja oder nein?

Kommunikation

Allgemein:

Startseite

Kendra Gettel

Kontakt

Rechtliche Hinweise

Impressum

Der gute Draht zu den Betreuern


Wenn Sie zu den Menschen, die bei der Geburt Ihres Kindes dabei sind, einen "guten Draht" haben, werden diese sich in ihrer Gegenwart entspannter fühlen und weniger dazu neigen, aus Angst Interventionen zu veranlassen, die eher dem Gefühl dienen, "etwas getan zu haben und sich nichts vorwerfen zu müssen" als medizinisch unabdingbar zu sein.
Warum manche Interventionen vermeiden?

Die folgenden Punkte werden Ihnen dabei helfen:

1. Überprüfen Sie Ihre innere Haltung
Wichtiger als die Worte, die man verwendet, ist die innere Haltung. Bin ich offen und wohlwollend oder aggressiv und defensiv?
Wenn ich merke, dass ich aggressiv bin: Tief Luft holen, einen Moment Pause machen, mich neu besinnen

2. Drücken Sie Ihre Wertschätzung aus
Halten Sie nach etwas Ausschau, das sie an der anderen Person ehrlich schätzen können, und sei es auch noch so winzig. Auch die unangenehmste Person hat eine gute Seite, und meistens lässt sich etwas finden. Wenn Sie sich für dieses Gute bedanken, wird die Person in der Regel gleich viel offener und angenehmer.

Vielleicht finden Sie etwas, wie:
- „Danke, dass Sie bereit sind, unsere Wünsche anzuhören.“
- „Danke, dass Sie sich so viel Mühe geben.“
- „Vielen Dank, dass Sie bereit sind, andere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen.“
- „Danke, dass Sie uns das so genau erklären.“
- „Es beruhigt mich, dass Sie da sind.“
- "Es tut gut, dass Sie meine Hand halten."

3.Erraten Sie die Motivation der anderen Person
Wenn etwas gesagt oder getan wird, womit Sie nicht einverstanden sind, können Sie erraten, was die Motivation der anderen Person ist - um abzuschätzen, was dahinter steckt und was der beste Weg für Sie und Ihr Kind ist.

- „Sind Sie besorgt?“
- „Ist das, worum wir bitten, gegen Ihre Erfahrung?“
- „Fällt es Ihnen gerade schwer, sich vorzustellen, dass das funktionieren könnte?“
- „Brauchen Sie eine Bestätigung, dass wir wissen, worauf wir uns hier einlassen/ uns vorher über diese Entscheidung gut informiert haben?“

4. Ein verbindendes Element suchen
Auch wenn Sie nicht mit der Linie der diensthabende Hebamme oder des Arztes einverstanden sind, haben sie beide vermutlich eines gemeinsam:
Sie wollen nicht, dass Mutter oder Kind irgendetwas passiert.
Fragen Sie nach:
- „Möchten Sie sicherstellen, dass unserem Kind auch wirklich nichts passiert/ dass alles gut geht/ dass wir wissen, was wir tun/ dass wir uns hinterher keine Vorwürfe machen?“

Warten Sie die Antwort ab. Im Anschluss daran heben Sie hervor, dass das Wohl von Mutter und Kind auch für Sie das wichtigste sind, und bitten Sie darum, die Risiken verschiedener Vorgehensweisen gegeneinander abwägen zu können und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.