Sie sind hier:

Wochenbett

Stillen

Allgemein:

Startseite

Kendra Gettel

Kontakt

Rechtliche Hinweise

Impressum

Stillen


Themenübersicht

Der Anfang

In der ersten Stunde nach der Geburt beginnt die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind.

Zwischen 20 Minuten und einer Dreiviertelstunde nach der Geburt fängt das Kind von selbst an, nach der Brust zu suchen. Es robbt sich zur Brust, steckt sich selbständig die Brustwarze in den Mund und beginnt mit der ersten Mahlzeit! Ja, das tut es!

Ist dieser Start geglückt, ist eine gute Basis für das Stillen geschaffen. In der ersten Stunde läuft das Stillen ganz intuitiv und es ist am besten, diesen Prozess nicht von außen zu stören. Das Kind weiß, wie es geht!

Damit es klappt...

Damit es gut weiterläuft, hat es sich bewährt, folgende Dinge zu beachten:

Die häufigste Komplikation beim Stillen sind wunde Brustwarzen. Sind die Brustwarzen erst einmal wund, kann das Stillen so schmerzhaft sein, dass die Mutter versucht ist, abzustillen. Die schlimmsten Probleme lassen sich durch Vorbeugung vermeiden:Wunde Brustwarzen entstehen überwiegend, weil das Kind falsch angelegt ist.

Lasst Euch vor der zweiten Mahlzeit eures Kindes zeigen, wie man es am besten macht:
Euer Kind wird, wenn es Hunger hat und nach der Milch sucht, den Mund immer wieder weit öffnen. Passt einen solchen Moment ab und führt das Köpfchen an die Brust.
Das Kind muss nach Möglichkeit die komplette Brustwarze inklusive Warzenhof im Mund haben und die Lippen müssen nach außen gestülpt sein.
Ist das nicht der Fall, löst sofort das Vakuum, indem ihr den kleinen Finger zwischen die Lippen des Kindes führt, und legt das Kind noch einmal an.

In den ersten Tagen kommt noch keine Muttermilch, sondern das so genannte Kolostrum, eine sehr gehaltvolle Flüssigkeit, die das Kind mit allem versorgt, was es braucht.
Erst am dritten oder vierten Tag nach der Geburt kommt die Milchproduktion dann so richtig in Gang: Der Körper produziert plötzlich literweise die eigentliche Muttermilch, was gut sichtbar ist, denn die Brüste füllen sich in teilweise erstaunlichem Ausmaß.

Stillen folgt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Je mehr das Kind an der Brust saugt, desto mehr Milch wird produziert. Legt das Kind also häufig und nach Bedarf an, um die Milchproduktion anzukurbeln. Lasst das Kind ruhig so lange an der Brust, bis es von alleine loslässt - ja, das kann manchmal eine Stunde dauern....
Die Milchproduktion und der Stillrhythmus stellen sich desto besser ein, je mehr Körperkontakt ihr mit eurem Kind habt. Behaltet das Kind nach Möglichkeit die ganze Zeit über nah bei Euch, auch nachts!Gebt (außer medizinisch unbedingt erforderlich!) keine Flüssigkeiten oder Nahrung außer Muttermilch und in den ersten Wochen keinen Schnuller und keine Flasche!

- Stillen stellt für den Organismus der Mutter eine (gewaltige) zusätzliche Anstrengung dar. Es ist wichtig, dass die Mutter sich genügend ausruht (!!!) und gehaltvolle Nahrungsmittel zu sich nimmt. Hier kann der Vater unschätzbare Hilfe leisten, indem er die Mutter ermutigt, sich auszuruhen und sich wann immer möglich um die Mahlzeiten oder gesunde Snacks kümmert.

Gewichtsabnahme ist normal!

Im Krankenhaus wird das Kind häufig gewogen und viele Mütter sind besorgt, dass Ihr Kind durch die Milch nicht ausreichend ernährt werden könnte.
Wenn Euch gesagt wird, dass das Gewicht Eures Kindes kritisch sei, dann achtet besonders auf häufiges Anlegen und lasst Euch nicht verunsichern.
Es ist normal, dass Kinder bis zu fünfzehn Prozent ihres Geburtsgewichtes in den ersten drei Tagen verlieren!

Warum Stillen?

Stillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind und tut beiden emotional gut.
- Die Nähe trägt zu einer gesunden Entwicklung bei
- Muttermilch ist die Nahrung, welche am besten an die Bedürfnisse des Kindes angepasst ist.
Sie ist leicht verdaulich und kalorienreich, und ihre Zusammensetzung passt sich an die sich verändernden Bedürfnisse des wachsenden Kindes an
- Muttermilch enthält Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. Wenn in der Umgebung des Kindes ein Keim vorkommt und die Mutter ihn aufnimmt, produziert ihr Körper dagegen Abwehrstoffe, die über die Milch an das Kind weitergegeben werden! Im zweiten Lebenshalbjahr, wenn das Kind beginnt, die Welt zu erkunden, steigt der Gehalt von Abwehrstoffen in der Muttermilch sogar noch einmal an.
- Stillen kostet nichts
- Stillen ist praktisch: Man ist unabhängig von Flaschen, Milchpulver und Sterilisationsmöglichkeiten und das Baby kann jederzeit und überall eine Mahlzeit einlegen

Und spätestens wenn das eigene Kind zappelt und juchzt oder schon älter ist und Freudentänze aufführt und angerannt kommt, wenn Mama die Brust auspackt... dann weiß frau, warum sie stillt...

Stillprobleme?

Bei Stillproblemen empfiehlt es sich, eine Stillberaterin zu kontaktieren. Sie helfen schnell und kostenlos.
Auch Hebammen wissen Rat.

Stillberaterinnen findet man z.B. hier:

La Leche League Deutschland :www.lalecheliga.de
Laktationsberatung nach IBLCE: www.stillen.de